Hier ist DER Grund immer Schienbeinschoner zu tragen.

Manche würden mich für verrückt erklären: 135€ für Schienbeinschoner. Nach über einem Jahr Benutzung kann ich nur sagen: Die beste Kaufentscheidung, die ich zum Thema Fussball je getroffen habe – jeden Cent wert.

Ich hatte viele Jahre immer normale Schienbeinschoner; früher waren es diese kompletten, mit Bündchen unterm Fuß, Knöchelschutz und Klettverschluss zum festmachen um die Wade; heute diese einzelnen Teile, die man in einen extra Strumpf steckt und die nur das Schienbein schützen.

Alle wollen immer ohne Schienbeinschoner spielen

… ich hab das noch nie Verstanden. Klar sind Schienbeinschoner irgendwie unbequem und irgendwie stören sie auch, aber einen Schienbeinbruch riskieren nur für Bequemlichkeit oder jedes mal zurückziehen, weil man angst haben muss? Nein, danke.

Schienbeinschoner sind ja nicht ohne Grund Pflicht in jeder Ligabegegnung. Aber ja, diese Teile stören einfach.

Ich hab mich also, wie bei anderen Dingen auch, auf die Suche gemacht, was es für gute Alternativen zum Standard gibt. Geld spielt dabei nur eine kleine Rolle. Schnell sieht man, dass auch die großen Hersteller etwas besseres anbieten, so hat Nike von seinen Mercurial Schonern auch eine 80€ Carbon Variante. Ändert sich damit was? Ich finde nicht. Sitzen trotzdem scheisse, sind zwar ein wenig leichter, aber trotzdem deutlich spürbar. Ob das echtes, pures Carbon ist, sollte man auch in Frage stellen.

Shin Guard: Nike Mercurial Vs. C6 Agility

Shin Guard: Nike Mercurial Vs. C6 Agility

C6 Agility zur Rettung

Dann bin ich auf die C6 Agility gestoßen. Ich habe bei YouTube ein Review („[…] near perfect product.“) gesehen. Ich habe noch weitere Alternativen gefunden, aber vom C6 war ich von Anfang an überzeugt. Hergestellt von einem Luftfahrt Ingenieur, ultra leicht, ultra stark und sehr gut passend, das klang genau nach dem Produkt, was ich suchte. Der Hersteller fing mit der Produktion an, weil er sich mit dem standard Produkt sein Schienbein brach. Es geht hier also um ein Produkt, was den Hersteller vollkommen zufrieden stellen und den besten Schutz bieten muss, Profit ist anscheinend nur der zweite Faktor – kann es bessere Voraussetzungen geben?

Ich hab mir die Teile also bestellt und wartete sehnsüchtig auf mein Paket aus den USA. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, landen die guten Stücke beim Zoll. Endlich Zuhause angekommen war ich sprachlos: Genau das, was ich erwartet hatte – in doppelt so gut. Junge sind die dünn… und leicht… und geil aussehen tun sie auch noch. 😀

Dick oder dünn? C6 und Nike im Vergleich

Dick oder dünn? C6 und Nike im Vergleich

Die kompletten C6 sind so dick wie der vordere plastik Schutz der Nike Schienbeinschoner alleine. Anders gesagt, die Nike sind 3 mal dicker als die C6. Wer sich jetzt fragt, ob der Schutz trotzdem gegeben sei, dem kann ich sagen: Auf jeden Fall + ich merke in den C6 den Aufprall weniger als in den Nike.

Der Schaumstoff im C6 ist sehr weich und ein bisschen so wie dieser Memory-Schaum, kennt vielleicht der ein oder andere. Wenn man hineindrückt, geht der Schaum erst langsam wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Soetwas wird auch gerne genutzt um teure Gegenstände vor dem Aufprall zu schützen. Der Schaumstoff im Nike hingegen ist hart, kann kaum eingedrückt werden und bietet somit kaum Komfort (und Schutz?). Nicht nur, dass der Nike härter ist, er ist auch schlechter geformt. Der C6 passt fast perfekt auf mein Schienbein, der Nike halt irgendwie nicht. Den Nike merke ich dauerhaft am Bein, den C6 nicht.

Wo wir auch schon mitten im nächsten Punkt sind…

Perfekte Passform; perfekter Schutz; ultra haltbar

Ich mein‘, klar, 135€ ist ne menge Geld für Schienbeinschoner, aber ich habe die Teile jetzt 1 Jahr und sie sehen noch aus wie am ersten Tag. Während der Nike nach ein paar Monaten schon deutliche Gebrauchsspuren zeigt, ist auf dem C6 nicht ein Kratzer, nicht eine Delle, gar nichts:

Qualitätsvergleich C6 Vs. Nike

Qualitätsvergleich C6 Vs. Nike

Die guten Teile sind aber nicht nur ultra lange haltbar, sie sind genau das, was ein Schienbeinschoner sein sollte: Höhster Schutz und perfekte Passform. Selbst beim Laufen auf der Tartanbahn während der Vorbereitungszeit hatte ich sie schon an, man merkt sie einfach nicht und so konnte ich nur kurz die Schuhe wechseln und war sofort am Ball. Die Teile sind so dünn, wenn ihr schwarze Stutzen anhabt, sieht man sie nicht mal wirklich. Kann gut sein, dass ihr mal vom Schiri angesprochen werdet, dass ihr euch bitte Schienbeinschoner anziehen sollt. 😛

Aber nicht nur die Passform trägt zum „unsichtbaren“ Schutz bei, die C6 wiegen nur halb soviel im Vergleich zu den Nike Shin Guards. Erstere wiegen 34g, letztere 74g – also mehr als doppelt soviel. Klar, im ersten Moment hört sich beides nicht viel an, der springende Punkt ist eher der, dass man als Mensch 74g durchaus noch wahr nimmt, 34g nicht.

Auf der Waage: C6 Vs. Nike

Auf der Waage: C6 Vs. Nike

Fazit

Die C6 kosten sechs mal soviel wie andere Schienbeinschoner, aber halten für ein Leben und sind in allen Punkten die besten Schienbeinschoner, die man für sein Geld bekommt. Aus meiner Sicht lohnt es sich, soviel Geld für Schienbeinschoner auszugeben, so bieten die C6 Agility den besten Schutz und sind gleichzeitig nicht Spürbar – stören somit auch nicht.

Befreit Fußball spielen und dabei perfekt geschützt sein – ist das nicht DER Grund für die C6?

Ich habe hier von der zweiten Generation des C6 Agility Shin Guard berichtet, mittlerweile gibt es eine dritte, noch weiter verbesserte Generation. Hier könnt ihr euch ein Review dazu ansehen: YouTube. Die dritte Generation bietet anscheinend noch besseren Schutz (mehr Carbon-Schichten) bei gleichem Gewicht und gleicher Dicke.

Die 135€ beinhalten den Produktpreis, Versand, Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren.

Titelbild: Schienbeinbruch – CC-BY-SA 3.0 Kolossos

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