Adidas F50 (Leder) 2015 – im Vergleich zum Nike Mercurial Superfly IV

Meine Hypervenom sind in der SG (Soft Ground) Variante mit Alu-Stollen. Auf trockenem Rasen macht mir das echt Probleme. Der Hypervenom ist ein geiler Schuh, bis auf die Sohle, die einfach steinhart ist. Alu-Stollen + steinharte Sohle + trockener Rasen = aua Fusssohle.

Deswegen hab ich seit langem vor mir FG Schuhe zu holen. Da ich eigentlich mit dem Superfly (in AG) sehr zufrieden bin, wollte ich mir diesen auch in FG holen. Jetzt probiere ich erst einmal den Adidas F50. Die neue Stollenkonfiguration und die Möglichkeit, mal wieder Leder am Fuss zu haben, haben mich sehr gereizt.

Die Passform

Wie auch schon beim Superfly habe ich mir auch beim neuen F50 zwei Schuhgrößen zur Auswahl bestellt. Ich hatte die Synthetik-Variante zwar im lokalen Handel ausprobiert, wollte aber für die Leder-Variante noch einmal sicher gehen.

Für mich als optimal hat sich nun US11, wie auch schon beim Superfly IV, herausgestellt. Bei Adidas ist die US11 allerdings EU45 1/3, während die US11 bei Nike EU45 ist.

Der Adidas Schuh ist trotzdem ein wenig kürzer im Vergleich zum Nike. Wem der Superfly in US11 gerade eben so passt, der sollte beim F50 lieber eine halbe Nummer größer gehen. Mir ist der Superfly einen hauch zu lang und somit passt der F50 in der Länge perfekt.

Vielleicht bin ich einfach den super Halt vom Superfly gewöhnt, aber ohne TruSox wären mir die F50 an der Hacke zu rutschig. Der Superfly hält den Fuss dank Brio Cables und Socke (Dynamic-Fit-Collar) genau da, wo er sein soll. Mit TruSox ist das im F50 aber auch kein Problem.
Soweit ich das heraus finden konnte, ist der relativ schlechte Halt an der Hacke aber ein bekanntes F50 Problem, wobei es mit diesem Modell besser geworden sein soll. Nach dem ersten Spiel (mit TruSox) kann ich auf jeden Fall berichten, dass ich keine Probleme mit dem Halt hatte.

Vergleich der Einlegesohle Adidas F50 und Nike Mercurial Superfly

Vergleich der Einlegesohle des Adidas F50 und Nike Mercurial Superfly

Zum Abschluss noch ein Vergleich der Einlegesohlen als Indiz für die Passform. Glaubt man den Einlegesohlen, haben der F50 und der Superfly IV eine sehr ähnliche Form. An der Hacke ist der F50 deutlich breiter. In der länge bestätigt die Einlegesohle meinen Eindruck, dass der F50 kürzer (in gleicher Schuhgröße) gegenüber dem Nike Mercurial Superfly ist.

Ballgefühl und Einlaufphase

Das Ballgefühl mit dem F50 in Leder ist wirklich toll. Es ist ein bisschen weicher gegenüber dem sehr dünnen Superfly, aber trotzdem nicht zu sehr gepolstert.  Das Material kommt mir insgesamt aber rutschiger vor (im trockenen Zustand). Vielleicht ist hier die Synthetik-Variante des Adidas F50 besser.

Ich hatte keine Probleme mit blasen oder anderweitige Schmerzen. Bereits nach dem 3 oder 4 tragen waren die Schuhe fast perfekt eingelaufen. Ein bisschen waren sie mir noch am Spann zu eng, aber das hat sich auch schnell erledigt.

Im Gewicht unterscheiden sich Superfly und F50 kaum. Der Superfly ist zwar im gebrauchten Zustand gewogen, dass heisst es müssten eigentlich noch ein paar Gramm draufgerechnet werden (die Stollen haben sich ja abgenutzt), dafür klebte aber auch jede Menge Sand am Schuh, weshalb sich das sicher ausgeglichen hat. *Notiz an mich selbst: Schuhe immer am Anfang wiegen. 😉

Gewicht im Vergleich: Adidas F50 Vs. Nike Mercurial Superfly IV

Gewicht im Vergleich: Adidas F50 Vs. Nike Mercurial Superfly IV

Der Adidas wiegt in US11 234g und der Nike (auch in US11) wiegt 222g. Beim Adidas hat man den Vorteil, dass es sich um einen Lederschuh handelt; der Nike Schuh hat den Dynamic-Fit-Collar.

Die Stollen

Wie bereits gesagt, hatten mich vor allem auch die Stollen am F50 gereitzt. Bisher spielte ich einen Hypervenom in SG und einen Superfly in AG.

Auf trockenem Rasen sind die Stollen perfekt. Keine Druckschmerzen, guter Antritt, auch zur Seite. Auf feuchtem Rasen bin ich dann schon das ein oder andere mal leicht weggerutscht, hier wären die SG des Hypervenom deutlich besser gewesen. Das ist natürlich ein Apfel mit Birnen Vergleich, da ich SG mit FG vergleiche, aber die FG des Adidas F50 sind schon sehr flach, weshalb ich glaube, dass die FG des Superfly besser auf feuchtem Rasen wären.

Fazit

Insgesamt kann ich den Schuh empfehlen. Wahrscheinlich würde ich mir das nächste mal aber die Synthetik-Variante holen, da mir das Leder zu rutschig am Ball ist.

Die Haltbarkeit und die Stollen sind (auf trockenem Rasen) aber sehr gut. Die Passform finde ich auch toll, allerdings würde ich TruSox beim tragen der F50 empfehlen, da ich die Hacke sonst zu rutschig empfinde.

Leider gibt es ab sofort keine F50 mehr von Adidas, weshalb ich in Zukunft wahrscheinlich ganz auf den Superfly umsteigen werde.